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Vorstellung

Bildteppiche gehörten seit alters her zum Kostbarsten, mit dem Landes- oder Kirchenfürsten ihre Macht und Herrlichkeit hervorhoben. Die Tapisserien, die seit Anfang der 50er Jahre an Inge Flierls Webstuhl in Berlin entstehen, sind nach ihren Worten als "Gegenstand des täglichen Lebens gedacht". Herrlichkeit ohne Macht.

Farbenfroh und lebensfroh balanciert die Künstlerin zwischen Realismus und Abstraktion, findet Symbole und Zeichen für Seinszustände, die der wortreichen Erklärung nicht bedürfen.

Harmonie und Stille und Fröhlichkeit verströmen ihre Bildwerke wohltuend. Bei aller Ernsthaftigkeit. Die Ordnungswerte der Malerei sind darin scheinbar leicht hineingebracht. Das Material lebt aus der Farbe, die Farbe lebt im Material. Die Grenzen zwischen sogenannter bildender und angewandter Kunst überschreitet Inge Flierl leichtfüßig und unbekümmert.

Tapisserie ist ein weibliches Wort. Wer würde angesichts dieses Werks daran zweifeln.

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