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Vorstellung
Den künstlerischen Ritterschlag hat ihm kein geringerer als Vladimir Malakhov erteilt: „Leo Stopfer schafft es vorzüglich, diesen flüchtigen Moment des Tanzes gleichsam für die Ewigkeit auf der Leinwand festzuhalten. Er fängt unsere Leidenschaft ein, unsere Besessenheit und unser Bestreben, das Publikum mit unserem Tanz zu beglücken…. Deswegen lieben viele Ballett-Stars seine Bilder und arbeiten gerne mit ihm. Auch ich bin ein großer Bewunderer seiner Kunst.“

Der Wiener Maler hat sich dem klassischen Ballett voller Hingabe verschrieben. Er verbindet auf sehr direkte und originelle Weise die eigene Kunst mit der der von ihm porträtierten Tänzerinnen und Tänzer. Wenn sie den Bildern Stopfers Hand und Fuß geben, geschieht dies im Wortsinn. Sie trippeln über die Leinwand, tanzen auf dem Papier, hinterlassen die Spuren ihrer Hände. Leo Stopfer und sein jeweiliges Modell geben sich dem Spiel der Möglichkeiten hin. Der Zufall übernimmt die Regie.

Genau auf diese Weise breitet er z.B. das unruhevolle Leben, das genialische Werk Caravaggios wie ein Fresko vor uns aus. Die Unruhe, die Visionen, die dieser nicht unumstrittene Ballettabend in Berlin auslöste, fließen ein in das hier in der Galerie gezeigte Bild. 

Dann wieder lässt sich Stopfer von den Fotografien Nawraths inspirieren, malt seine Version der Josephine Baker und lässt die Knop dazu das Bild tanzend signieren. Spitzenabdruck reiht sich an Spitzenabdruck… Flüchtigkeit erhält Ewigkeit. Ganz im Goetheschen Sinne: Der Augenblick darf verweilen. Die Spuren sind nicht verloren…

Die tiefe Liebe und Bewunderung für das klassische Ballett sind der Urgrund für Leo Stopfers Kunst. Er feiert darin die Schönheit und Erhabenheit des menschlichen Körpers. Wie ein Echo erzeugen die festgehaltenen Bewegungen einen dichten und leichten Klang beim Betrachter.