Henriette Lüdicke

Henriette Lüdicke
Studentin
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Vorstellung

Henriette Lüdicke ist Studentin an der Universität der Künste in Berlin. Ihre Arbeiten im hinteren Raum unserer Galerie sind kleine gestalterische Kostbarkeiten. Die acht mal sechs Blätter weisen neben ihrer strengen Ordnung einen hohen ästhetischen Reiz auf. Reduziert auf Linie und Farbe sind sie eher in den Regionen des Schweigens und der Ruhe angesiedelt. Keine Geschwätzigkeit stört die klare Ernsthaftigkeit der Blätter. Die Begegnung mit der amerikanischen Malerin Agnes Martin, die 2004 im Alter von 92 Jahren verstarb, war eine Art Schlüsselerlebnis für Henriette. Mit Reduktion und Präzision strebt sie wie diese eine malerische Geschlossenheit an, vor der man schon fast ins Meditieren gerät. Dazu kann man die Studentin nur beglückwünschen und sie ermuntern, den einmal eingeschlagenen Weg konsequent zu gehen.

Der Übergang vom Papier auf die Leinwand - das kleinquadratische Format ist dabei noch geblieben - geschah fast zwangsläufig. Mit Sicherheit werden wir in einer späteren Ausstellung auch diese Arbeiten zeigen. Und wir dürfen gespannt sein, wann und ob ihre gestalterische Kraft dieses Format einmal sprengen wird.

Frühe Anregungen, sich malend, gestaltend zu äußern, empfing Henriette von ihrer Großmutter, die mit Sicherheit voller Stolz aber auch Zweifel auf die so ganz und gar nicht gegenständliche Kunstäußerung der Nachgeborenen schaut. Doch voller Selbstbewusstsein zitiert Henriette allen Nachfragern da gern ihr Motto, das sie einem Gedicht von Erich Fried entnahm: "Es ist was es ist."